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Diese WCAG-orientierte Checkliste hilft dir, häufige Barrieren auf Websites und in Apps zu erkennen – von Kontrast und Tastaturbedienung bis zu Screenreader-Kompatibilität. Sie ersetzt weder eine vollständige Prüfung gegen die geltende WCAG-Version und Konformitätsstufe noch Tests mit Menschen mit Behinderungen.

Checkliste: Barrierefreiheit prüfen

Qualitätssicherung · Evaluation & Optimierung

Version 2.0

Wahrnehmbarkeit (Perceivable – WCAG Prinzip 1)

Als Richtwert mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text; Ausnahmen und Text in Bildern gesondert beurteilen.

Informative Bilder beschreibend benennen, dekorative Bilder ausblenden und funktionale Icons verständlich benennen.

Überschriften logisch ordnen; ARIA nur ergänzend und korrekt einsetzen, wenn native HTML-Semantik nicht ausreicht.

Je nach Inhalt und Konformitätsziel Untertitel, Transkript und Audiodeskription bereitstellen.

Bei 200 % Zoom prüfen und Reflow bei 320 CSS-Pixeln sicherstellen; Ausnahmen für Inhalte mit zweidimensionaler Darstellung beachten.

Bedienbarkeit (Operable – WCAG Prinzip 2)

Fokusreihenfolge nachvollziehbar; keine Tastaturfalle und Fokus nicht verdeckt.

WCAG 2.2, Erfolgskriterium 2.5.8 prüfen; Ausnahmen und Mindestgröße von 24 × 24 CSS-Pixeln berücksichtigen.

Verlängerung, Anpassung oder Abschaltung ermöglichen, sofern keine Ausnahme greift.

Pausieren, stoppen oder ausblenden ermöglichen, wo erforderlich; reduzierte Bewegung berücksichtigen.

z. B. Hover-Menüs brauchen Fokusalternative

Verständlichkeit (Understandable – WCAG Prinzip 3)

Hauptsprache und relevante Sprachwechsel programmatisch kenntlich machen.

z. B. gleiches Verhalten bei Buttons, Menüs, Formularen

z. B. konkrete Hinweise bei Formulareingaben

z. B. <label for="...">, aria-describedby

Einfache Sprache oder zusätzliche Erläuterungen passend zur Zielgruppe anbieten; eine separate Leichte-Sprache-Fassung ist nicht generell vorgeschrieben.

Robustheit (Robust – WCAG Prinzip 4)

z. B. keine <div> für Buttons oder Überschriften

Zum Beispiel mit Screenreadern in den unterstützten Browser- und Gerätekombinationen; automatisierte Tests allein reichen nicht aus.

z. B. keine Redundanz, keine falsche Rolle

Validatoren und Accessibility-Tools ergänzend einsetzen; ein valider Code allein belegt keine WCAG-Konformität.

z. B. im Rahmen von Releases oder Pflegezyklen

Zuletzt geändert: 1. November 2026